Implatologie

Die Implantologie ist zweifellos einer der größten Schwerpunkte in unseren Zahnärztlichen Tageskliniken Dr. Eichenseer und Kollegen in Nürnberg, München, Regensburg, Riedenburg und Schmidmühlen.

Pro Jahr werden im Klinikverbund in Nürnberg, München, Regensburg, Riedenburg und Schmidmühlen momentan ca. 10.000 Zahnimplantate gesetzt. Die Anzahl der von unseren Zahnärzten gesetzten Zahnimplantate steigt stetig weiter. Unsere Zahnärzte verfügen über  eine Menge Erfahrung mit Zahnimplantaten. Auf Erfahrung sollte man auf dem Gebiet der Implantologie sicherlich auch nicht verzichten. Der Unterschied zwischen einem Zahnarzt, der nur ab und zu ein Implantat setzt und einem routinierten Implantologen, der dies tagtäglich durchführt, braucht hier nicht näher erläutert zu werden.

Nicht nur von unserer Erfahrung, sondern auch von den Preisen für Implantate in den Zahnärztlichen Tageskliniken können die Patienten profitieren. Beispielsweise bekommen bei uns Kassenpatienten ein hochwertiges Einzelimplantat inklusive Metallkeramikkrone für ca. 1150 bis 1250 Euro. Bei diesem Preis ist der Kassenzuschuss bereits berücksichtigt.
 
Im Folgenden wollen wir interessierten Patienten das Thema Implantologie und Zahnimplantate etwas näher bringen und veranschaulichen.

Vorteile von Implantaten

Die Vorteile von Implantaten gegenüber konventionellem Zahnersatz

  • Zahnimplantate fühlen sich an wie echte Zähne
  • Knochenabbau wird vermieden
  • Implantate bilden ein langfristiges und stabiles Fundament für Zahnersatz
  • gesunde Zahnsubstanz bleibt unangetastet
  • Zahnimplantate sind sehr belastbar beim Kauen
  • es gibt keine Druckstellen oder schlechten Halt des Zahnersatzes
  • es gibt keine störenden Halteklammern wie bei der Verankerung von herkömmlichen Teilprothesen
  • die Aussprache wird nicht beeinträchtigt
  • das natürliche Geschmacksempfinden bleibt erhalten, da der Gaumen nicht von Prothesenkunststoff abgedeckt wird

Zahnimplantate kommen ästhetisch und funktionell den eigenen Zähnen am nächsten.


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Rund ums Implantat

Implantatquerschnitt Implantatquerschnitt

Was ist ein Implantat?

Ein Zahnimplantat ist ein künstlicher Ersatz einer Zahnwurzel. Die zylindrischen oder konusförmigen Implantate werden dabei in den Knochen eingeschraubt und verbinden sich dann in der Einheilphase dauerhaft und fest mit dem Knochengewebe.

Dadurch kann dem nach einem Zahnverlust eintretenden Knochenschwund entgegengewirkt werden. Ist das Zahnimplantat eingeheilt, wird es mit einer künstlichen Zahnkrone oder Brücke versorgt.

Derzeit wird vorwiegend Titan verwendet, das aufgrund seiner passiven Oxidoberfläche keine Fremdkörperreaktionen im Knochen auslöst.
In Deutschland sind derzeit über 150 Implantat-Systeme auf dem Markt. Die Unterschiede betreffen meist die Form der Koppelung zwischen Implantat und Suprakonstruktion (Brücke, Krone).

Unsere Ärzte beraten Sie gerne bei der indikationsgerechten Auswahl des Implantates.

Implantate haben sich mittlerweile in der Praxis als funktionell und auch ästhetisch optimale Maßnahme zur Wiederherstellung der gestörten Funktionen nach einem Zahnverlust bewährt. Implantatgetragene Zähne fühlen sich an wie echte Zähne, es gibt kein Fremdkörpergefühl. Bei richtiger Pflege können solche Zähne ein Leben lang halten.



Implantatlösung festsitzend und gaumenfrei herkömmliche Teleskoplösung herausnehmbar mit Gaumenbedeckung

Wann ist ein Implantat sinnvoll?

Jede Zahnlücke stellt theoretisch eine Indikation für ein Implantat dar. Aber nicht immer müssen alle verlorenen Zähne durch ein Implantat ersetzt werden.

 


Einzelimplantat OK Einzelimplantat (2) OK Brücke über Implantat und Eigenzahn OK Brücke über mehrere Implantate UK wenige Einzelzähne stehen noch Zahnloser UK mit herausnehmbaren ZE durch Stegarbeit auf Implantaten (1) Zahnloser UK mit herausnehmbaren ZE durch Stegarbeit auf Implantaten (2) Zahnloser OK mit festsitzendem ZE durch Einzelimplantate (1) Zahnloser OK mit festsitzendem ZE durch Einzelimplantate (2) Zahnloser OK mit festsitzendem ZE durch Einzelimplantate (3)

Einsatzmöglichkeiten von Implantaten

Einzelzahnimplantat
Die klassische Indikation für den Einsatz von Einzelzahnimplantaten ist der Verlust eines Frontzahnes durch Unfälle beim Sport und Verkehr bei sonst völlig gesundem Gebiss. Auch beim Verlust mehrerer Frontzähne können die Lücken durch mehrere Einzelimplantate geschlossen werden. Im Seitenzahnbereich ist der Ersatz sowohl eines einzelnen Zahnes, als auch mehrerer fehlender Zähne durch Implantate möglich.

Brücke auf Implantaten
Wenn im Seitenzahnbereich alle Backenzähne (Molaren) fehlen oder eine große Zwischenlücke von mehr als drei Zähnen besteht, kann durch den Einsatz von Implantaten auf einen herausnehmbaren Zahnersatz verzichtet werden. Die prothetischen Lösungen können sowohl aus einer implantatgetragenen Brücke oder aus Einzelkronen bestehen.

Wenige Einzelzähne stehen noch
Nach Jahren schleichenden Zahnverlustes kommt es vor, dass kaum noch Zähne im Mund vorhanden sind, die im Stande sind, den Zahnersatz zu tragen.
Der Halt solcher Prothesen wird immer schwieriger, insbesondere dann, wenn nur noch in einer Kieferhälfte eigene Zahnsubstanz vorhanden ist. Es kommt zu Schaukelbewegungen und letztlich zur Lockerung der noch verbliebenen Zähne. Dieser Zustand ist in der Regel die Vorstufe zum zahnlosen Kiefer.
Konservative Lösungsmöglichkeiten bieten in diesem Falle kaum mehr zufriedenstellende Ergebnisse. Der Einsatz von Implantaten zur gleichmäßigen Lastenverteilung zeigt in diesem Fall eine stabile Lösung auf, die schon mit wenigen Implantaten umgesetzt werden kann.

Zahnloser Unterkiefer
Der zahnlose Unterkiefer ist die Hauptindikation für den Einsatz von Implantaten. Eine Unterkieferprothese verliert auf Grund von starkem Knochenabbau mit der Zeit an Stabilität. Der Saugeffekt mit der Unterkieferprothese ist aufgrund der schwindenden Auflage kaum mehr realisierbar. Mit Hilfe von Implantaten kann die Prothese stabilisiert werden. Die Möglichkeiten reichen hier von Verankerungen mit Kugelköpfen und Teleskopen bis hin zur Fixierung mit Stegsystemen. Auch die Möglichkeit eines völlig festsitzenden Zahnersatzes ist unter bestimmten Voraussetzungen realisierbar.

Eine einfache Lösung ist oft schon mit zwei Implantaten möglich, jedoch steigert sich die Stabilität der Prothese mit jedem zusätzlichen Implantat. Vier Implantate stellen häufig eine optimale Basis für einen zwar abnehmbaren, aber funktionsstabilen Zahnersatz dar. Eine festsitzende Lösung ist mit dem Einsatz von sechs bis acht Implantaten in bestimmten Fällen zu erreichen.

Zahnloser Oberkiefer
Der zahnlose Oberkiefer kann in den meisten Fällen auch zufriedenstellend mit einer herkömmlichen Totalprothese versorgt werden.
Der Vorteil bei einer Versorgung mit implantatgetragenem Zahnersatz besteht jedoch darin, dass der Gaumen nicht durch Prothesenmaterialien überdeckt werden muss. Dies ist hinsichtlich Fremdkörpergefühl, Sprache und Geschmack natürlich wesentlich komfortabler.

Da der Oberkiefer oftmals früher zahnlos wird, stellt sich die Frage nach einer Versorgung daher häufig schon in einem früheren Lebensabschnitt, in dem meist auch noch höhere ästhetische Ansprüche gestellt werden. Dies kann, zusammen mit den bereits genannten Gründen, für eine Implantat-Versorgung sprechen.
Aufgrund der anatomisch bedingten schwächeren Knochenstruktur im Oberkiefer sind hier für einen herausnehmbaren Zahnersatz mindestens vier Implantate erforderlich. Für eine festsitzende Konstruktion muss mit mindestens sechs Implantaten gerechnet werden.
 

Festsitzende Konstruktionen im Oberkiefer sind aber nicht immer unproblematisch, da phonetische (die Aussprache betreffend) und ästhetische Gesichtspunkte nicht immer eins zu eins umsetzbar sind. Auch bei einem perfekten Ergebnis bleibt immer noch ein erhöhter Aufwand für die tägliche Zahn(Implantat-)pflege.

Mit abnehmbaren Brückenkonstruktionen über Stegen oder Teleskopen wird in jedem Fall ein Optimum an Komfort erreicht: 

  • perfekte Phonetik und Ästhetik
  • sehr gute Reinigungsfähigkeit
  • Reparaturmöglichkeit
  • Gaumenfreiheit

Diese Konstruktionen sitzen häufig auf vier bis acht Implantaten äußerst stabil und zuverlässig.

 


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Voraussetzungen und Knochenaufbau

Es gibt einige Grundvoraussetzungen, die für eine Implantat-Behandlung gegeben sein müssen:
  • gute Qualität des Kieferknochens und ausreichende Knochenmenge
  • gewissenhafte und regelmäßige Mundhygiene
  • keine ausschließenden Erkrankungen:
    • unbehandelte Parodontitis
    • unbehandelte oder schlecht eingestellte schwere Diabetes
    • schwere Osteoporose
    • Störungen der Blutgerinnung und Wundheilung
    • Immunschwäche
    • schwerwiegende Allgemeinerkrankungen (z.B. Leukämie)
    • Strahlentherapien im Kopf- und Halsbereich
    • in Einzelfällen auch psychosomatische Erkrankungen
    • ausgeprägtes stressbedingtes Zähneknirschen (Bruxismus)
  • kein Drogen- oder Medikamentenmissbrauch
Auch das Rauchen stellt einen erheblichen Risikofaktor für den langfristigen Erhalt von Zahnimplantaten dar. Bei Rauchern heilen Implantate wesentlich schlechter ein und lockern sich auch häufiger als bei Nichtrauchern.

Je stärker der Kieferknochen ist, desto besser hält auch das Zahnimplantat. Im Unterkiefer ist der Knochen von Natur aus dichter, was das Implantieren in der Regel einfacher macht. Im Oberkiefer ist die Knochenqualität, vor allem im Backenzahnbereich, generell weniger gut. Dort ist das Einbringen von Implantaten häufig etwas schwieriger.


Knochenaufbau 1 Knochenaufbau 2 Knochenaufbau 3 Implantat mit Knochenaufbau

Knochenaufbau

Sollte das vorhandene Knochenangebot für eine Implantation nicht ausreichend sein, so gibt es verschiedene Verfahren, mit denen sich der Knochen rund um das Implantat verstärken bzw. aufbauen lässt (Augmentation).
Wie bei einem Dübel, der in einer porösen Wand nicht hält, muss auch hier das „Mauerwerk“ verstärkt werden. Dies geschieht in der Regel entweder durch eigene Knochensubstanz, die in geringen Mengen einer anderen Stelle entnommen wird, durch Knochenersatzmaterial (synthetisch oder tierisch) oder durch eine Kombination beider Verfahren.

Eine etwas aufwendigere Sonderform des Knochenaufbaus ist der Sinuslift. Dieser kommt zur Anwendung, wenn im Oberkiefer zu wenig Knochen im Seitenzahnbereich vorhanden ist. Dabei wird der Kieferhöhlenboden mit Hilfe eines speziellen Instruments mitsamt der Kieferhöhlenschleimhaut angehoben, anschließend wird schrittweise Knochenersatzmaterial eingebracht und verdichtet.
Nachdem das neue Knochenersatzmaterial mit dem vorhandenem Knochen verwachsen ist, können die Implantate gesetzt werden.


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Implantat-Diagnostik

Diagnostik mit DVT Verlauf   Nervenkanal und Knochenquerschnitte Diagnostik mit DVT Unterkieferknochen Diagnostik mit OPG vor Implantation Diagnostik mit OPG nach Implantation mit Knochenaufbau
Besonders wichtig vor der eigentlichen Implantation sind das ausführliche Beratungsgespräch mit dem Zahnarzt, eine eingehende Diagnostik sowie eine genaue Operationsplanung. Zur Diagnostik gehört auch die Selbstauskunft des Patienten über seine Erkrankungen, Allergien und Medikamenteneinnahmen.
Neben den klinischen Untersuchungen (Beurteilung von Schleimhaut, Zunge, Muskulatur, Restzahnbestand, Höhe und Breite des Kiefers etc.) gibt vor allem die Röntgenuntersuchung mit Hilfe einer Panoramaaufnahme (OPG) Aufschluss über das tatsächlich vorhandene Knochenangebot.

Die Röntgendiagnose ist das wichtigste Entscheidungskriterium für oder gegen eine Implantation. Besonders exakte Ergebnisse werden durch die neuartige dreidimensionale digitale Volumentomographie (DVT) erzielt. Dies ist vor allem in Regionen, in denen anatomische Strukturen durch die Implantation verletzt werden könnten, äußerst empfehlenswert. Im Unterkiefer ist das beispielsweise der im seitlichen unteren Knochenbereich verlaufende Nerv. Dieser versorgt die Zähne und die Unterlippe. Eine Verletzung dieses Nervs kann zu vorübergehender oder schlimmstenfalls dauerhafter Schädigung führen. Für den Patienten würde dies Taubheit, Kribbeln, Schmerzen o.ä. im Bereich der Kinn- und Unterlippenregion der betroffenen Seite bedeuten. Dieses Risiko ist jedoch extrem gering und hängt von der Erfahrung des Operateurs ab.

Auf der Grundlage der diagnostischen Daten und in Verbindung mit den persönlichen Wünschen des Patienten erstellen unsere Zahnärzte abschließend einen Behandlungsplan.


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Behandlungsschritte bei der Implantation

Implantation nach Zahnentfernung 1 Implantation nach Zahnentfernung 2 Implantation nach Zahnentfernung 3 Implantation nach Zahnentfernung 4 Implantation nach Zahnentfernung 5
Ein Behandlungsplan für eine Implantation setzt sich aus den folgenden Schritten zusammen:  
  • kostenloses Informationsgespräch über Implantate
  • zweiter Beratungstermin mit:
    • Röntgen
    • klinischer Untersuchung
    • Alternativvorschlägen und Kostenvoranschlägen
  • Klärung der Kostenübernahme durch den Patienten
  • allgemeinärztliche Untersuchung (bei Risikopatienten)
  • Beantwortung weiterer Fragen
  • bei Entscheidung zur Implantation:
    • Herstellung von Abdrücken und Modellen für den Zahnersatz (Provisorium und fertiger Zahnersatz)
    • spezielles 3-D-Röntgen (DVT) falls nötig
    • OP-Aufklärung
  • Implantation
  • Wundkontrolle/Nahtentfernung
  • Korrektur und Eingliederung des provisorischen Zahnersatzes
  • Einheilphase (je nach Fall drei bis sechs Monate)
  • Freilegung der Implantate
  • Abheilphase (zwei bis vier Wochen)
  • Abdruck über Aufbauteilen
  • prothetische Feinplanung in Absprache mit Zahntechniker
  • labortechnische Herstellung der Implantat-Suprakonstruktion
  • Einproben und Feinkorrektur
  • Einsetzen der fertigen Arbeit
  • halbjährige Kontrolltermine
Die Entscheidung zu einer Implantation erfolgt erst nach gründlicher Abwägung aller Fakten.
Eine Implantation ist ein weitestgehend schmerzfreier Eingriff, der vergleichbar mit einer Wurzelspitzenresektion oder der Entfernung eines einfachen Weisheitszahnes ist.

Die Implantat-Operation erfolgt in der Regel als ambulanter Eingriff in Lokalanästhesie. Auf Wunsch kann eine Implantation jedoch auch unter Vollnarkose oder Sedierung (Dämmerschlaf) erfolgen.
Die Dauer der OP ist abhängig von der Anzahl der zu setzenden Implantate, der Lokalisation und dem vorhandenen Knochenangebot.
Bei dem Eingriff wird die Mundschleimhaut in der geplanten Region zur Seite geklappt, damit der Knochen frei zugänglich ist. Es folgen die Bohrungen für das anschließend einzusetzende Implantat. Diese Präparation am Knochen ist schmerzfrei. Im Einzelfall ist auch ein Eingriff ohne Aufklappung der Schleimhaut möglich. Solche minimalinvasiven Eingriffe verringern die möglichen Beschwerden nach der Operation. Voraussetzung hierfür sind ein ausreichend vorhandenes Knochenangebot sowie detaillierte Informationen über die genaue Kieferknochensituation.

Nach dem Einbringen des Implantates wird das Zahnfleisch fest und dicht vernäht. Eine effiziente Kühlung für die Stunden nach der Operation und auch für die folgenden Tage wird geraten.  Dadurch können Schwellungen weitestgehend verhindert oder zumindest in Grenzen gehalten werden. Danach folgt in der Regel die individuelle Anpassung des provisorischen Zahnersatzes. Die vorübergehende, abnehmbare Prothese (Provisorium) ist so gestaltet, dass eine mechanische Schädigung des Operationsgebietes vermieden wird.


Nach der Operation: Kühlen und Schonung

Die Wundheilung in den Tagen bis zur Entfernung der Fäden ist individuell sehr unterschiedlich und auch abhängig von der Anzahl der gesetzten Implantate. Auch die Ausprägungen von Schwellungen und Blutergüssen ist individuell unterschiedlich, kann aber generell durch eine geeignete Kühlung eingegrenzt werden. In Einzelfällen ist die Gabe von Antibiotika sinnvoll und auch nützlich.
Bei großflächigen Wunden nach dem Einbringen von mehreren Implantaten ist im Allgemeinen die Nahrungsaufnahme etwas eingeschränkt. Es ist darauf zu achten, die Wundbereiche nicht übermäßig zu belasten. Weiche Kost ist empfehlenswert.

Es wird empfohlen, für etwa zehn Tage auf den Einsatz der Zahnbürste in der Nähe der Implantat-Region zu verzichten. Zur Überbrückung helfen antibakterielle Mundspülungen. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl. Anstrengende sportliche Aktivitäten sollten in den ersten Tagen nach dem Eingriff vermieden werden.

Nach sieben bis zehn Tagen werden die Fäden entfernt und es folgt die Zeit der Einheilung der Implantate in den Knochen. Während dieser Zeit spürt man nichts mehr von den Implantaten. Raucher sollten vor allem in dieser Zeit nicht rauchen, da das Rauchen die Einheilung nachweislich negativ beeinflusst und somit den gesamten Implantationserfolg gefährdet.
Im Bereich der Prothesenbasis, die an der Schleimhaut des Implantationsgebietes anliegt, können mehrfache Anpassungen nötig sein.
Die Einheildauer ist individuell sehr unterschiedlich. Implantate im Oberkiefer gehen in der Regel unbelastet innerhalb von zwei bis sechs Monaten eine stabile Verbindung mit dem Kieferknochen ein, im Unterkiefer innerhalb von zwei bis drei Monaten.


Freilegung 1 Freilegung 2

Die Freilegung

Sind die Implantate eingeheilt und mit dem Knochen gut verwachsen, folgt als nächster Schritt die Freilegung.

Die Freilegung ist ein kurzer ambulanter Eingriff unter örtlicher Betäubung. Dabei wir die Schleimhaut genau über dem Implantat entfernt.
Nach der Freilegung sollte die Wunde ein bis zwei Wochen ausheilen, denn erst wenn die Schleimhaut völlig reizlos ist, kann mit den Abdrücken für die Aufbaukonstruktion begonnen werden. Mit Hilfe dieser Abdrücke kann der Techniker die genaue Lage der Implantate feststellen und in Verbindung mit den Informationen Ihres ersten Zahnabdrucks wird nun mit der Fertigstellung der Suprakonstruktion (Krone, Brücke, Teleskope, Stegarbeiten etc.) begonnen.
In Bereichen mit hohem ästhetischem Anspruch, beispielsweise einer Einzelkrone im Frontzahnbereich, kann es sinnvoll sein, zunächst eine provisorische Krone anzufertigen und die abschließende Versorgung erst einige Monate später durchzuführen.



Implantat mit Suprakonstruktion

Abschluss der Behandlung: die Suprakonstruktion

Das Einsetzen der Suprakonstruktion ist der Abschluss der Implantat-Behandlung. Alle auf dem Implantat aufzubringenden prothetischen Elemente werden nun verschraubt oder zementiert.
In der modernen Zahntechnik gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Materialien, die eine naturgetreue Nachbildung Ihrer ersetzten Zähne erlauben. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizin und Zahntechnik ist dabei sehr wichtig, um eine funktionell und ästhetisch optimale Lösung zu ermöglichen.

 


Risiken einer Implantation

Das Einbringen von Zahnimplantaten ist heutzutage ein Routineeingriff, bei dem nur in den seltensten Fällen Komplikationen auftreten.
Die kritischste Zeit ist die Einheilungsphase der Implantate in den Knochen.

Es kann vorkommen, dass ein Zahnimplantat beispielsweise aufgrund von Entzündungen nicht einheilt, verloren geht oder das Implantat vorzeitig entfernt werden muss. Dennoch kann die Behandlung erfolgreich verlaufen, sofern ausreichend Knochenmaterial am zu behandelnden Zahn vorhanden ist.


Die Risiken auf einen Blick:

  • mangelhafte Mundhygiene
  • gestörter Einheilungsprozess, ausgelöst durch eine Erkrankung oder zu frühe Belastung
  • unerwartete Belastungen (z.B. Zähneknirschen) können das feste Implantat lockern
  • Veränderungen im Mund (z.B. verschobene Nachbarzähne) bedrängen das Implantat
  • die Krone des Implantates und der gegenüberliegende Zahn stören sich: eine sofortige Korrektur durch Einschleifen durch den Zahnarzt ist erforderlich
  • Rauchen während der Einheilphase

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Lebensdauer und Pflege

Wissenschaftliche Daten belegen, dass der Zahnersatz durch ein Implantat heute die bessere Therapie im Vergleich zu beispielsweise Brücken und Kronen darstellt. Die statistisch nachgewiesene Lebensdauer von Zahnimplantaten kann heute weit über 15 Jahre betragen. Sogar einige der ersten Implantate, die bereits vor 30 Jahren eingesetzt wurden, sind heute noch in Gebrauch.

Grundvoraussetzung und der sicherste Garant für eine lange Haltbarkeit Ihres Implantats sind regelmäßige (viertel- bis halbjährliche) Kontrollen beim Zahnarzt und eine individuelle Prophylaxe. Auf Wunsch erinnert Sie unser telefonischer Recall-Service an Ihre Nachsorge- und Prophylaxe-Termine.


Pflege

Der implantatgetragene Zahnersatz mit dem umgebendem Zahnfleisch sollte zweimal täglich gründlich gereinigt werden.


Hilfsmittel zur Implantat-Reinigung

  • weiche Zahnbürste (auch elektrische Zahnbürste mit geeignetem Aufsatz möglich)
  • Zahncreme ohne abrasive Partikel (z.B. Zahnweiß-Zahncremes)
  • Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten

Bei der Kontrolluntersuchung werden Sitz und Festigkeit des Implantates überprüft sowie eventuell beginnende Entzündungen festgestellt und rechtzeitig behoben. Auch wenn Sie Fragen zur Putztechnik und zu geeigneten Hilfsmitteln haben, können Sie diese hier mit Ihrem Zahnarzt besprechen.


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Kosten Implantate

Die Frage nach den Kosten stellt sich meist schon zu Beginn des ersten Gesprächs zwischen Patient und Zahnarzt. Diese Frage ist aber niemals schon am Anfang des Gespräches zu beantworten.

Die Kosten für eine Implantation hängen von verschiedenen Faktoren ab und können deshalb auch erheblich variieren. Sie sind beispielsweise abhängig von der Anzahl der zu setzenden Implantate, von eventuell notwendigem Knochenaufbau und von der Art der gewählten prothetischen Versorgung.
Um einen ersten Eindruck zu erhalten, sehen Sie hier ein Beispiel: Gesetzlich Versicherte zahlen für ein hochwertiges Einzelimplantat inklusive Metallkeramik-Krone ca. 1.150 bis 1.250 Euro. In diesen Preis ist der Kassenzuschuss bereits eingerechnet.
Wir beraten Sie gerne über die für Sie optimale Lösung.

Grundsätzlich erhalten Patienten nach dem eingehenden Beratungsgespräch einen Kostenvoranschlag über die gesamte Therapie mit chirurgischem und prothetischem Anteil.


Gesetzlich versicherte Patienten

Bei gesetzlich versicherten Patienten wird auch der anfallende Eigenanteil ausgewiesen. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen je nach Versicherungsstatus einen Festzuschuss zur prothetischen Versorgung. Zahnzusatzversicherungen erstatten ebenfalls häufig einen Teil der Investition.


Privatversicherte

Privatversicherte Patienten sollten sich vor Behandlungsbeginn nach Erhalt des Kostenvoranschlages mit ihrer Versicherung bezüglich möglicher Kostenerstattungen in Verbindung setzen. Im Nachhinein ist eine Kostenerstattung immer sehr schwierig durchsetzbar oder sogar aussichtslos.

Die Zahnkliniken Dr. Eichenseer finden Sie in Bayern an insgesamt 6 Standorten, unter anderem in München, Nürnberg und Regensburg.



Das Bildmaterial wurde durch die freundliche Unterstützung von unseren Partnern BEGO Implant Systems und der Firma compugroup zur Verfügung gestellt.



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